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FH Gießen-Friedberg, Bereich Friedberg

 

 

Von der Fa. Römer werden noch 1-2  Interessierte für den Studiengang MECHATRONIK für August/September 2010 gesucht  

Beruf oder Studium - warum nicht beides?

 

Duale Studiengänge IS+A und IS+I am Standort Friedberg

1. Allgemeines
Im Sommer 2004 begannen am Standort Friedberg der FH Gießen-Friedberg zwei neuartige duale Studienmodelle mit der Bezeichnung IS+A (Ingenieurstudium plus Ausbildung) und IS+I (Ingenieurstudium plus Industriepraxis). Die Modelle wurden gemeinsam mit der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Heraeus Holding GmbH in Hanau und der Ludwig-Geissler-Schule in Hanau entwickelt. Das Land Hessen unterstützte diese neue Form des praxisorientierten FH-Studiums durch eine Anschubfinanzierung von € 100.000,- für das Jahr 2004.

2. Zwei unterschiedliche Modelle für zwei verschiedene Studiengänge
Beide Modelle bieten den Teilnehmern durch das Vertragsunternehmen eine finanzielle Grundsicherung während der gesamten Ausbildung sowie einen sicheren Einstieg ins Berufsleben nach einem erfolgreich absolvierten Studium.
Unabhängig von der Wahl des Modells werden insgesamt zwei Modelle für IS+A und IS+I angeboten mit insgesamt fünf verschiedenen Vertiefungsrichtungen:

Bachelor-Studiengang Maschinenbau, Vertiefungsrichtungen:

  • Energie- und Antriebstechnik)
  • Konstruktion und Leichtbau
  • Material- und Fertigungstechnologie

(Abschluss Bachelor of Engineering, B.Eng.)

Bachelor-Studiengang Mechatronik, Vertiefungsrichtungen:

  • Allgemeine Mechatronik
  • Leistungsmechatronik

(Abschluss Bachelor of Engineering, B.Eng.)

3. Voraussetzungen und Ablauf
Voraussetzung zur Teilnahme an einem der beiden Modelle ist die Fachhochschulreife und ein Vertrag mit einem teilnehmenden Unternehmen. In dem Vertrag gebenden Unternehmen finden ausführliche mehrwöchige Praxisphasen statt, die durch Theoriephasen im Rahmen des normalen Studienbetriebs an der FH in Friedberg unterbrochen werden. Der Grundgedanke bei beiden Modellen ist eine gute Durchmischung von Betriebspraxis und theoretischer Wissensvermittlung im Hörsaal, die durch zahlreiche Laborveranstaltungen bereits an der Hochschule den gewünschten Praxisbezug erhält. Das Zeitverhältnis von Betriebs- zu Hörsaalphasen beträgt bei dem Modell IS+A 108 Wochen im Betrieb zu 102, bei dem Modell IS+I beträgt das Zeitverhältnis 85 Wochen im Betrieb zu 102 Wochen im Hörsaal.

Während bei IS+I sowohl im Grundlagenstudium (1. - 3. Semester) als auch im Hauptstudium die Teilnehmer entsprechend ihrem jeweils erworbenen Wissensstand im Unternehmen praktisch arbeiten, um das im Hörsaal erlernte Wissen in die berufliche Praxis umzusetzen, wird bei IS+A während des Grundlagenstudiums (1. - 3. Semester) im Rahmen einer verkürzten Ausbildung der IHK-Abschluss Industriemechaniker/Betriebstechnik erreicht. Die schulische Ausbildung hierzu findet an der Ludwig-Geissler-Schule in Hanau statt.

4. Die besonderen Merkmale beider Modelle
Mit einem intensiven Vorbereitungsprogramm vor dem ersten Studiensemester durch Brückenkurse in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie wird der Einstieg in das erste Studiensemester erleichtert. Durch spezielle Klausurvorbereitungskurse während der Studierphasen und eine Entzerrung der Klausurdichte wird ein maximal möglicher Studienerfolg hinsichtlich Studiendauer und hinsichtlich Notendurchschnitt gewährleistet. Durch ein ergänzendes Mentorenprogramm, das die Persönlichkeitsbildung und die Methodenkompetenz fördert, werden den Teilnehmern hinsichtlich Fach- und Führungsqualifikationen verbesserte Chancen beim Einstieg in das Berufsleben ermöglicht.
Um eine intensive Betreuung aller Teilnehmer zu gewährleisten ist die Aufnahme für alle fünf Vertiefungsrichtungen auf 25 Studierende pro Jahr beschränkt.
Fachlich und inhaltlich unterscheiden sich die beiden angebotenen Ingenieurstudiengänge mit den insgesamt fünf Vertiefungsrichtungen sehr deutlich, sodass mit diesem Angebot sehr unterschiedliche Neigungen und Talente der Teilnehmer angesprochen werden.

5. Die einzelnen Studiengänge und ihre Vertiefungsrichtungen
Der Maschinenbau ist Deutschlands größter und wichtigster Arbeitgeber. Die Innovationen der letzten Jahre werden für den Laien in den Fortschritten der Fahrzeugtechnik hinsichtlich Komfort, aktiver und passiver Sicherheit sowie Umweltschutz durch eine Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Emmisionen am deutlichsten. Vergleichbare Fortschritte werden auch im Werkzeugmaschinenbau sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie sichtbar. Mit den drei Vertiefungsrichtungen Energie- und Antriebstechnik, Konstruktion und Leichtbau sowie Material- und Fertigungstechnologie ist der Studiengang Maschinenbau in Friedberg auf dem neuesten Stand.

Die Vertiefungsrichtung Energie und Antriebstechnik behandelt sowohl die Grundlagen der Energietechnik und Energieumwandlung als auch deren Anwendungen in den Bereichen Energiegewinnung und Energieübertragung sowohl für die allgemeine Mobilität (Fahrzeug- und Motorentechnik) als auch für die stationäre Energieversrgung durch Strömungsmaschinen (Gas- und Dampfturbinen sowie Turbinen für Wasserkraftwerke).

Die Vertiefungsrichtung Konstruktion und Leichtbau befasst sich mit der Konstruktion und Auslegung von Maschinen und Aggregaten, bei der es auf Grund der gestellten Anforderungen auf eine besondere leichte Bauweise bei gleichzeitig hoher Beanspruchung ankommt. Typischerweise werden bei diesen Anwendungsfällen Hochleistungswerkstoffe eingesetzt, die für hohe mechanische und thermische Belastungen besonders geeignet sind. Bei der Auslegung kommen moderne Berechnungsmethoden wie die Finite-Element-Analyse (FEM) sowie die rechnergestützte Simulation der betriebsbedingten Beanspruchungen zum Einsatz.

Die Vertiefungsrichtung Material- und Fertigungstechnologie hat einen besonderen Bezug zu den Material verarbeitenden Unternehmen in der Rhein-MainRegion. (www.materials-valley-rheinmain.de). Die Verbesserung bekannter und die Entwicklung neuer Werkstoffe hat eine große und nicht zu unterschätzende Bedeutung für alle wichtigen technischen Neuerungen. Fortschritteauf dem Gebiet der Mikroelektronik und der Informationstechnik sind ohne moderne Werkstoffentwicklungen ebenso wenig möglich wie auf den Gebieten der Fahrzeugtechnik sowie der Luft- und Raumfahrt. Ein weiteres Arbeitsgebiet des Material- und Fertigungstechnologen ist neben der Werkstoffentwickllung auch die Herstellung von modernen Werkstoffen mit gleich bleibend hoher Qualität zu Preisen, die auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig sind.

Die Mechatronik ist ein Schnittstellenstudium, das Inhalte des Maschinenbaus, der Elektronik und der Informatik beinhaltet. Dieses anspruchsvolle Studium ist eine gute Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Von den vielen Tätigkeitsschwerpunkten seien hier nur die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, die Robotertechnik  sowie die Energietechnik genannt. Dem besonders aktuellen Gebiet der Energietechnik und der Energieumwandlung wird durch die neue Vertiefungsrichtung Leistungsmechatronik Rechnung getragen.

Die Vertiefungsrichtung Allgemeine Mechatronik behandelt die ganze Bandbreite der Mechatronik. Neben den Themen Sensorik und Aktorik ist die Betrachtung des dynamischen Verhaltens mechatronischer Systeme ein weiterer Schwerpunkt. Ein Anwendungsbeispiel für die genannten Themen ist die Robotik mit den dazugehörigen Laborveranstaltungen im Robotik-Labor.

Die Vertiefungsrichtung Leistungsmechatronik behandelt schwerpunktmäßig mechatronische Systeme zur Energieumwandlung, wie sie beispielsweise in der modernen Antriebstechnik von Schienenfahrzeugen mit diesel-elektrischen Antrieben zum Einsatz kommen.

 

Variante I -

der ausbildungsintegrierte Studiengang IngenieurStudium + Ausbildung ermöglicht es, eine betriebliche Ausbildung studienbegleitend durchzuführen.

 

Variante II -

der berufsintegrierte Studiengang IngenieurStudium + Industriepraxis sieht ein Studium neben der Berufstätigkeit vor.

 

IngenieurStudium + Ausbildung

IngenieurStudium + Industriepraxis

zum Studiengang IS+A

zum Studiengang IS+I

 



IngenieurStudium + Ausbildung

(Ausbildungsintegriert)

 

IngenieurStudium + Industriepraxis

(Berufsintegriert)

Maschinenbau:

  • Energie- und Antriebstechnik
  • Konstruktion und Leichtbau
  • Material- u. Fertigungstechnologie

Mechatronik:

  • Allgemeine Mechatronik
  • Leistungmechatronik

Mögliche Studiengänge und Vertiefungsrichtungen

Maschinenbau:

  • Energie- und Antriebstechnik
  • Konstruktion und Leichtbau
  • Material- u. Fertigungstechnologie

Mechatronik:

  • Allgemeine Mechatronik
  • Leistungsmechatronik

Grundlagenstudium und IHK-Abschluss
IS+A: 126 Wochen

Dauer
Grundlagen

Grundlagenstudium
IS+I: 109 Wochen

IS+A: 210 Wochen

Dauer
Gesamt

IS+I: 187 Wochen

102 Wochen Hochschule
108 Wochen Betrieb

Zeitverhältnis
Hochschule/Betrieb

102 Wochen Hochschule
85 Wochen Betrieb

Bachelor of Engineering (B.Eng.)
+ IHK-Abschluss
Industriemechaniker/Betriebstechnik

Abschluss

Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Stand: 02.07.2010

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